Das Projekt „Bewegte Zukunft“ schreibt zwei Teilprojekte aus

13. August 2023 | DOSB

Sportvereine können sich bis zum 18. August 2023 für eine Förderung im Rahmen des Projekts „Bewegte Zukunft“ bewerben. Insgesamt werden zwei Teilprojekte ausgeschrieben: Zum einen für die Umsetzung von Maßnahmen zur Gewinnung Ehrenamtlicher mit Migrationsgeschichte und zum anderen für eine Förderung im Rahmen der UEFA Euro 2024 für die Umsetzung von Maßnahmen zur Entwicklung nachhaltiger, struktureller Stabilität in migrantischen Sportvereinen.

Im vergangenen Jahr hat das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Bundesministerium des Inneren und für Heimat geförderte Kooperationsprojekt „Bewegte Zukunft“ des DOSBs und der Türkischen Gemeinde Deutschland in Hamburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen Fokusgruppen umgesetzt, um vordergründig einer Frage nachzugehen: Warum sind Menschen mit Migrationsgeschichte und ihre Vereine im organisierten Sport unterrepräsentiert? Denn obwohl der Organisationsgrad der Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Sport in den vergangenen Jahren gestiegen ist, spiegelt sich diese Lebensrealität noch nicht in den Vereinen und Verbänden wider. Gemeinsam mit Verbands- und Vereinsvertreter*innen, sowie aktiven und ehrenamtlichen Sportler*innen wurden Ursachen und Hürden identifiziert, sowie Handlungsempfehlung für eine interkulturelle Öffnung des Sports erarbeitet.

Ausschreibung 1: Teilprojekt „Förderung des Ehrenamts unter Menschen mit Migrationsgeschichte“

Eines von insgesamt sieben empfohlenen Handlungsfeldern ist die Gewinnung Ehrenamtlicher mit Migrationsgeschichte. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sich das Verständnis von Ehrenamt kulturell unterscheiden kann, so dass aktuelle Anreize und Beweggründe für die Besetzung einer ehrenamtlichen Position nicht bei Menschen mit Migrations- und Zuwanderungsgeschichte wirken. Zudem scheinen bisherige Kommunikationswege zur Gewinnung von Ehrenamtlichen die Zielgruppe weniger zu erreichen.

Im Rahmen dieser Ausschreibung sollen Sportvereine eigenständig und/oder gemeinsam mit migrantischen Organisationen (nicht zwangsweise Sportorganisationen) Ideen präsentieren/entwickeln und im Rahmen der Förderung umsetzen mit dem Ziel die Anzahl an Menschen mit Migrations- und Zuwanderungsgeschichte in ehrenamtlichen Positionen zu erhöhen. Antragsberechtigt sind Sportvereine, unabhängig ob Migrantensportvereine oder traditionelle Sportvereine und auch Bündnisse von Sportvereinen und Migrantenorganisationen, die nicht aus dem Sport stammen. Durch die Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen können Synergien genutzt und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Durch eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts sollen Wege erprobt werden, wie mehr Menschen mit Migrations- und Zuwanderungsgeschichte den Weg in das Ehrenamt finden können. Langfristig sollen durch die Zusammenarbeit von Vereinen und migrantischen Organisationen interkulturell sensiblere Vereine entstehen und Rassismus und Diskriminierung entgegengetreten werden.

Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen, Anforderungen und zum Bewerbungsverfahren finden Sie in unserer Ausschreibung. Das zugehörige Bewerbungsformular, sowie eine Vorlage für den Finanzplan finden Sie ebenfalls anbei.

Ausschreibung 2: Teilprojekt „Strukturförderung migrantisch geprägter Sportvereine“

Resultierend aus den vorangegangenen Recherchen und den Gesprächen in den Fokusgruppen lassen sich folgende Gründe für eine häufig strukturelle Mehrfachbenachteiligung von Migrantensportvereine festhalten:

  • Ihre Mitglieder entstammen überdurchschnittlich oft sozial und ökonomisch schwächeren Strukturen.
  • Die Vereine haben keine lange Geschichte und Tradition und konnten keine Rücklagen bilden.
  • Sie haben nur wenige Mitglieder (im Durchschnitt zwischen 50-70). (Prof. Stahl, Expertise von 2022)
  • Ihnen fehlt der Zugang zu Sponsor*innen, Spender*innen, da sie häufig Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt sind.
  • Sie sind unerfahren im deutschen Sportsystem und zahlen durch Versäumnisse häufig hohe Strafen.
  • Sie finden schwieriger einen Zugang zu Fördergeldern.
  • Aufgrund der Sprachbarriere fällt es ihnen deutlich schwerer, administrative und bürokratische Anforderungen zu erfüllen.

Migrantische Sportvereine, welche die oben beschriebenen Phänomene kennen und Ideen und Maßnahmen für eine langfristige Aufhebung dieser strukturellen Benachteiligung in Ihren Vereinen haben, können sich mit dem Bewerbungsformular und einem Finanzplan beim Projekt bewerben.

Quelle: DOSB

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