Die Diskussion um eine Olympiabewerbung bewegt Gelsenkirchen. In unserer Serie kommen Menschen zu Wort, die den Sport in unserer Stadt täglich mitgestalten und vorantreiben.
Heute kommt Jens Polleit Gelsensport-Präsident und Stimme des organisierten Sports in Gelsenkirchen zu Wort. Er ist überzeugt: Eine Olympiabewerbung ist weit mehr als ein sportliches Großereignis – sie ist eine Chance für die gesamte Stadt, für Vereine, Schulen, Stadtteile und alle, die sich ehrenamtlich engagieren.
Warum er als Präsident des Stadtsportbundes klar für ein Ja beim Bürgerentscheid am 19. April wirbt – das lest ihr in seinem Statement.
„Am 19. April entscheiden die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt darüber, ob sich Gelsenkirchen an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein‑Ruhr für die Olympischen und Paralympischen Spiele beteiligen soll. Aus Sicht des Stadtsportbundes Gelsenkirchen ist diese Entscheidung von großer Bedeutung – für den Sport, für unsere Stadtentwicklung und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Sportstadt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen ist eine Sportstadt. Der organisierte Sport mit seinen vielen Vereinen, Ehrenamtlichen und Engagierten prägt unsere Stadt seit Jahrzehnten. Sport verbindet Generationen, Kulturen und Stadtteile. Eine Olympiabewerbung knüpft genau hier an: Sie stärkt den Sport in seiner ganzen Breite und setzt zugleich wichtige Impulse für Leistungssport, Nachwuchsförderung und Ehrenamt. Von Investitionen in moderne, nachhaltige Sportstätten profitieren nicht nur internationale Wettkämpfe, sondern vor allem der Schul‑, Vereins‑ und Freizeitsport vor Ort.
Darüber hinaus ist die Bewerbung Teil einer langfristigen Perspektive für die Stadt Gelsenkirchen. Sie steht für Zusammenarbeit in der Region Rhein‑Ruhr, für nachhaltige Infrastrukturentwicklung und für neue Aufmerksamkeit weit über die Stadtgrenzen hinaus. Olympia bedeutet nicht Gigantismus, sondern ein zukunftsorientiertes Konzept mit bestehenden Standorten, kurzen Wegen und einer klaren Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Teilhabe. Gerade für eine Stadt im Strukturwandel ist dies eine echte Chance, positive Impulse zu setzen und Selbstbewusstsein zu stärken.
Fairness, Respekt, Vielfalt und Inklusion
Besonders wichtig ist uns der gesellschaftliche Aspekt: Olympische und Paralympische Spiele stehen für Fairness, Respekt, Vielfalt und Inklusion. Diese Werte leben wir tagtäglich in unseren Vereinen. Eine Beteiligung an der Bewerbung kann diese Haltung sichtbar machen und jungen Menschen neue Vorbilder, Motivation und Perspektiven eröffnen.
Als Präsident des Stadtsportbundes Gelsenkirchen bin ich überzeugt: Diese Bewerbung ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt und in den Sport als verbindende Kraft unserer Gesellschaft. Deshalb werbe ich ausdrücklich für ein Ja beim Bürgerentscheid am 19. April. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen – für den Sport, für Gelsenkirchen und für eine positive Zukunft unserer Stadt.“



